Im Februar 2026 verlief die Luzerner Fasnacht friedlich. Die Polizei verhinderte Streitigkeiten und nahm 21 Personen fest. Ein Zwischenfall ereignete sich am Güdisdienstag.
Dennoch war die Luzerner Polizei gefordert und konnte zahlreiche Streitigkeiten und Auseinandersetzungen proaktiv verhindern. Über die rüüdigen Tage hinweg war sie im gesamten Kantonsgebiet bei Tagwachen, Umzügen und weiteren Fasnachtsveranstaltungen stark präsent – die Anlässe verliefen grösstenteils sehr friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle.
In vereinzelten Fällen musste jedoch interveniert werden. Über 200 Personenkontrollen wurden allein im Fasnachtsperimeter der Stadt Luzern durchgeführt, sodass zahlreiche Konflikte geschlichtet werden konnten, bevor sie eskalierten. Über alle Fasnachtstage hinweg mussten zudem 21 Personen vorübergehend fest- oder in Gewahrsam genommen werden – ein grosser Anteil erfolgte aufgrund von Trunkenheit (höchster Alkoholwert 3.68 Promille), während Hinderungen einer Amtshandlung, Drohungen und Ähnliches ebenfalls zu Festnahmen führten.
Auch die Partnerorganisationen des Rettungsdienstes 144, Samaritervereine, die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, Feuerwehren sowie private Sicherheitsfirmen leisteten über die rüüdigen Tage zahlreiche Einsätze.
Erfreulich waren zudem die zahlreichen positiven Rückmeldungen – die stark sichtbare Präsenz sorgte dafür, dass Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ein hohes Sicherheitsgefühl bekamen. Die teils angepassten Sicherheitskonzepte, inklusive spezifischer Massnahmen zur Personenlenkung in der Stadt Luzern, haben sich bewährt und werden nach der Fasnacht gemeinsam mit den beteiligten Partnerorganisationen weiter optimiert.
Kanton Luzern
Unzählige Fasnachtsumzüge und -events zogen in den Gemeinden ausserhalb der Stadt Luzern mehrere hunderttausend Fasnächtlerinnen und Fasnächtler an. Alle Veranstaltungen verliefen sehr friedlich. Neben der Polizei setzten diverse lokale Feuerwehren und teils private Organisationen für Verkehrsdienste, Sperrungen und allgemeine Sicherheitsaufgaben ein.
Am Nachmittag des Güdisdienstags kam es in Hochdorf zu einem Zwischenfall: Bei der Besammlung zum Umzug scheuten die Pferde der Zunftkutsche, sodass eine Kutscherin von der Kutsche erfasst und verletzt wurde. Der Rettungsdienst 144 brachte sie umgehend ins Spital, während die Pferde vor Ort beruhigt und anschliessend abtransportiert wurden. Abgesehen von diesem Vorfall verlief der Umzug vor geschätzten 18’000 Zuschauern ohne weitere Zwischenfälle.
Stadt Luzern
Vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch waren in der Stadt Luzern zahlreiche Fasnächtlerinnen und Fasnächtler unterwegs. Aufgrund des garstigen Wetters war die geschätzte Zahl von über 280’000 Personen jedoch spürbar geringer als in anderen Jahren.
Der Wey-Umzug am Güdismontag zählte mit etwa 45’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den am stärksten frequentierten Veranstaltungen, und auch am rüüdigen Samstag war die Fasnacht in der Stadt Luzern stark besucht. Der abschliessende Monstercorso wurde von rund 30’000 Menschen miterlebt – 22’000 feierten noch bis in die frühen Morgenstunden des Aschermittwochs in der Luzerner Altstadt.
Zeugenaufruf: Mann wirft Böller in die Menschenmenge
Ein 23-jähriger Schweizer wurde am Güdismontag (16. Februar 2026, ca. 22:10 Uhr) festgenommen, weil er auf dem Mühleplatz zwei Böller in die Menschenmenge geworfen hatte. Anwesende Personen hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Eine Fasnächtlerin wurde durch die Feuerwerkskörper verletzt, während eine Atemalkoholprobe bei dem Beschuldigten einen Wert von 1.72 Promille ergab. Zudem trug er noch weitere Böller bei sich.
Die Luzerner Polizei sucht nun Zeugen oder Personen, welche durch die Böller verletzt wurden. Geschädigte sowie Personen, die Aufnahmen des Vorfalls besitzen, werden gebeten, sich telefonisch unter 041 248 81 17 zu melden. Abgesehen von diesem Vorfall wurden erfreulicherweise keine nennenswerten Zwischenfälle mit Feuerwerkskörpern festgestellt.
Weitere Informationen zur Fasnacht in der Stadt Luzern, etwa zu Crowdmanagement oder dem Thema Littering, finden Sie unter MM der Stadt Luzern.
Quelle der Meldung: Luzerner Polizei

