Am Dienstag (14.04.2026) wurden im Aargau mehrere Seniorinnen von falschen Polizisten und Bankangestellten betrogen; die Kapo fasste einen mutmasslichen Geldkurier.
Die Betrüger taten so, als kämen sie von der Raiffeisenbank, erklärte die Stimme am Telefon einer 79-jährigen Aargauerin. Die vermeintliche Bankangestellte schilderte der erstaunten Seniorin, dass Ungereimtheiten im Zusammenhang mit einer Rechnung von Amazon vorhanden seien und wies sie an, die Polizei anzurufen.
Wie geheissen, wählte die Betroffene die erhaltene Nummer und erhielt vom vermeintlichen Polizisten nach wortreichen Erklärungen die Anweisung, einen bestimmten Geldbetrag abzuheben und einem Kurier zu übergeben. Dadurch bezog die Frau weit über 10’000 Franken und übergab sie an der Haustüre einem Unbekannten.
Dieser Vorfall ereignete sich am vergangenen Dienstag, 14. April 2026, und ist nur einer von mehreren ähnlichen Fällen, die die Kantonspolizei in diesen Tagen nach einem wiederkehrenden Muster verzeichnet.
Während weitere Betroffene den Schwindel durchschauten oder von Angehörigen rechtzeitig gewarnt wurden, verlor am Mittwoch auch eine 83-Jährige viel Geld an einen Kurier. Echte Kantonspolizisten konnten hingegen eine Seniorin vor einem finanziellen Schaden bewahren, als sie vor einer Bankfiliale auf den Betrugsversuch aufmerksam wurden – infolge eines entsprechenden Anrufs hatte sie gerade 15’000 Franken abgehoben.
Im Zuge der Ermittlungen nahm die Kantonspolizei am Mittwochnachmittag in Oberentfelden einen mutmasslichen Geldkurier fest. Der 37-jährige Mazedonier aus der Ostschweiz hatte einen Umschlag mit einem grösseren Geldbetrag bei sich, den er nach ersten Erkenntnissen zuvor bei einem Betrugsopfer abgeholt hatte.
Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Nachdem die einst sehr verbreitete Betrugsmasche mittels falscher Polizisten über Monate an Bedeutung verloren hatte, scheint sie nun wieder an Dynamik zu gewinnen.
Die Kantonspolizei Aargau warnt daher erneut vor falschen Polizisten und mahnt zu erhöhter Wachsamkeit. Ein zentraler Appell lautet, niemals Geld oder Wertsachen an Fremde zu übergeben.
Quelle der Meldung: KAPO AG
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