Waadt: Neun Festnahmen nach Betrug mit falschen Bankberatern

VD Warnung 21.05.2026 · 21:55

Am Freitag, dem 15. Mai, wurden von der Kantonspolizei Waadt neun Personen festgenommen. Sie stehen unter dem Verdacht, einer organisierten Bande anzugehören oder an deren Aktivitäten beteiligt zu sein, die mit Betrügereien durch sogenannte «Fake-Bankberater» in Verbindung gebracht wird. Die Ermittlungen in diesem Fall werden von der Staatsanwaltschaft geführt. Angesichts des erneuten Auftretens dieser Betrugsmasche warnt die Kantonspolizei die Bevölkerung davor.

Am 15. Mai 2026 führte eine Grossaktion der Kantonspolizei Waadt in der Region Lausanne zur Festnahme von neun tatverdächtigen Personen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Unter den Festgenommenen befinden sich vier ukrainische Staatsangehörige, ein eritreischer Staatsangehöriger, ein portugiesischer Staatsangehöriger sowie drei Schweizer Staatsangehörige.

Einige der festgenommenen Personen werden verdächtigt, Mitglied einer organisierten Bande zu sein, die in die Betrügereien mit falschen Bankberatern verwickelt ist. Den anderen Beschuldigten wird vorgeworfen, an der Logistik dieser Betrugsfälle beteiligt gewesen zu sein, insbesondere durch das Anwerben von Finanzintermediären oder indem sie selbst als solche agierten.

Bei den im Anschluss an die Festnahmen durchgeführten Durchsuchungen konnten Bargeld im Wert von über 36’000 CHF sowie zahlreiche Bankkarten im Besitz der mutmasslichen Täter sichergestellt werden. Zudem trug einer der Festgenommenen eine Startpistole bei sich.

Fünf der Beschuldigten wurden durch den diensthabenden Staatsanwalt einvernommen und anschliessend in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden weitergeführt.

Starker Wiederanstieg der Fälle

Seit mehreren Monaten registrieren die Mitarbeitenden der Technologischen Spurenanalysebrigade (BATT) der Kantonspolizei Waadt eine deutliche Zunahme von Betrugsfällen, die unter der Bezeichnung «Bankberaterbetrug» bekannt sind. Bei dieser Masche werden die Opfer telefonisch von Personen kontaktiert, die sich als Bankangestellte ausgeben. Die Täterschaft nutzt dabei verschiedene Szenarien, um das Vertrauen der kontaktierten Personen zu gewinnen. Sie geben sich beispielsweise als Techniker aus, die eine dringende Aktualisierung des Online-Banking-Systems durchführen müssen, oder als Mitarbeitende der Sicherheitsabteilung der Bank, die verdächtige Transaktionen auf dem Konto festgestellt haben wollen.

Unter dem Vorwand der Dringlichkeit und durch das Ausüben von starkem psychologischem Druck bringen die Betrüger die Opfer dazu, ihr Vermögen auf ein angeblich «sicheres Konto» zu überweisen oder direkt die Fernsteuerung ihres Computers und E-Bankings zuzulassen, um anschliessend die Bankkonten leerzuräumen.

Aufruf zur Wachsamkeit

Die Kantonspolizei Waadt mahnt die Bevölkerung zu äusserster Wachsamkeit gegenüber dieser Betrugsmasche. Banken fordern ihre Kundschaft niemals dazu auf, ihr Vermögen auf ein anderes Konto zu überweisen, um es zu «sichern». Ebenso verlangen sie niemals Zugangsdaten oder die Fernsteuerung des Computers.

Bei einem verdächtigen Anruf, bei dem sich die anrufende Person als Mitarbeiter Ihrer Bank ausgibt, wird empfohlen, das Gespräch sofort zu beenden und die eigene Bank direkt über die übliche offizielle Telefonnummer zu kontaktieren.

Die Kantonspolizei Waadt weist zudem darauf hin, dass Personen, die Dritten gegen Bezahlung Zugriff auf ihre Bankkonten gewähren, strafrechtlich verfolgt werden können. Diese Finanzintermediäre werden im Rahmen der Ermittlungen systematisch identifiziert und können gegebenenfalls dazu verpflichtet werden, sämtliche über ihre Konten geflossenen Gelder an die Opfer zurückzuerstatten.

Quelle der Meldung: KAPO VD

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  Redaktion Unfallmeldungen       21 Mai, 2026 21:55