Oberägeri ZG: Polizei räumt Waldparty – 112 weggewiesen
Am Samstagmorgen (23.05.2026) löste die Zuger Polizei bei Oberägeri eine illegale Party mit über 100 Personen auf, wies 112 weg und stellte Material sicher.
Bei der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei ging am Samstagmorgen (23. Mai 2026) eine Meldung über eine illegale Party im Gebiet Langenegg in der Gemeinde Oberägeri ein. Die ausgerückten Einsatzkräfte trafen vor Ort auf eine grosse Anzahl von Personen, die sich im Bereich des Chlausenchappeli niederliessen.
Nach ersten Erkenntnissen richteten sich die Teilnehmenden ohne das Einverständnis der Landbesitzer und ohne die erforderliche Bewilligung für einen Aufenthalt über das verlängerte Wochenende ein. Im angrenzenden Waldgebiet entdeckten die Einsatzkräfte zudem mehrere Dutzend Zelte sowie weitere Infrastruktur der Teilnehmenden.
Die Zuger Polizei schritt in der Folge mit einem Grossaufgebot ein und forderte die anwesenden Personen auf, das Gelände zu verlassen. Die grosse Mehrheit der Partygänger kam dieser Aufforderung friedlich nach. Einzelne, zunächst renitente Personen verliessen das Areal nach längeren Gesprächen schliesslich freiwillig. Zu Festnahmen kam es nicht.
Insgesamt wurden vor Ort 112 Personen kontrolliert und aus dem Kanton Zug weggewiesen. Die kontrollierten Personen sind zwischen 16 und 62 Jahre alt und stammen aus verschiedenen Schweizer Kantonen sowie aus dem nahen Ausland. Eine Person wurde aus medizinischen Gründen durch den Rettungsdienst zur Kontrolle in ein Spital gebracht. Zudem stellten die Einsatzkräfte eine Musikanlage, einen Generator sowie weiteres Material sicher.
Durch das frühzeitige und konsequente polizeiliche Einschreiten konnten grössere Schäden im betroffenen Gebiet verhindert werden, obschon die Zufahrtswege zum Chlausenchappeli während des Einsatzes für mehrere Stunden gesperrt werden mussten. Weitere Abklärungen und Ermittlungen bezüglich der Organisatoren sind im Gang.
Im Einsatz standen zahlreiche Kräfte der Zuger Polizei, darunter Spezialkräfte und Fachspezialisten. Sie wurden unterstützt durch Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Zug (FFZ), der Feuerwehr Oberägeri, Mitarbeitende des Rettungsdienstes Zug, des Feuerwehrinspektorats, der Zivilschutzorganisation des Kantons Zug sowie der Zugerland Verkehrsbetriebe.
Quelle der Meldung: Zuger Polizei