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Bern BE: Bancomaten-Angriffe sinken klar – Bericht zeigt Erfolg

Am Freitag (05.06.2026) hat der Bundesrat in Bern einen Bericht zu wirksamen Massnahmen gegen Geldautomaten-Angriffe verabschiedet.

An seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 hat der Bundesrat den Bericht über Massnahmen zur Bekämpfung von Angriffen auf Geldautomaten verabschiedet. Mit diesem Bericht wird das Postulat 23.4071 Feller erfüllt. Die Landesregierung legt darin die Entwicklung dieses Phänomens dar und zeigt verschiedene Massnahmen auf, um solche Angriffe zu reduzieren.

In der Schweiz ist die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten ab dem Jahr 2019 stark angestiegen. Diese Delikte werden meist in kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen verübt. Die Täterschaft agiert gut organisiert, hat ihren Wohnsitz im Ausland und ist in weit verzweigte, polykriminelle Netzwerke eingebunden. Um die Angriffe auf Geldautomaten wirksam zu bekämpfen, haben die Betreiber der Automaten zusammen mit den Behörden diverse Massnahmen in den Bereichen Prävention, Kooperation und Repression ergriffen. Dies zeigt Wirkung: Im Jahr 2025 wurden mit 24 Angriffen auf Geldautomaten rekordwenig Fälle registriert – dies entspricht einer Halbierung gegenüber dem Vorjahr und ist der tiefste Stand seit 2019. Die Erfolgsquote der Täterschaft lag bei rund 30 Prozent.

Internationale Zusammenarbeit

Da es sich bei den Tätern um international aktive Netzwerke handelt, ist die Kooperation zwischen dem Bund, den Kantonen sowie den betroffenen Ländern wie beispielsweise Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden von zentraler Bedeutung. Nur dank dieser Zusammenarbeit konnten im Zeitraum von 2023 bis Ende April 2026 rund drei Dutzend Personen im In- und Ausland festgenommen werden, die gemäss aktuellen Erkenntnissen mit den Sprengungen von Geldautomaten in der Schweiz in Verbindung stehen. Beim jüngsten Ermittlungserfolg wurden in den Niederlanden neun mutmassliche Geldautomatensprenger verhaftet (vgl. Niederlande: Neun Personen mit Bezug zu Geldautomatensprengungen verhaftet).

Schutzmassnahmen für Geldautomaten

Neben den Erfolgen bei den Ermittlungen hat auch die Kooperation mit den Bankinstituten und den Betreibern der Geldautomaten massgeblich zum Rückgang der Sprengungen beigetragen. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) führt seit dem Jahr 2023 jährlich Runde Tische auf Fachebene durch. Diese Expertengruppe hat seither verschiedene Massnahmen empfohlen, welche die Sicherheit im Umfeld von Geldautomaten erhöht haben. Zu den möglichen Schutzmassnahmen zählen unter anderem die Ausrüstung der Geldautomaten mit Einfärbesystemen, der Einbau von Schutzrollladen und Metallplatten, die nächtliche Schliessung der Selbstbedienungszonen, das Ersetzen älterer Modelle durch neue Geldautomaten sowie eine geringere Befüllung der Geräte.

Angesichts der positiven Entwicklung und der Weiterführung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren sieht der Bundesrat keine Notwendigkeit für eine gesetzliche Regulierung der Schutzmassnahmen.

Quelle der Meldung: Der Schweizerische Bundesrat / fedpol

  Redaktion Polizei-Schweiz       5 Juni, 2026 12:22