Delémont JU: Falsche Polizisten zocken über 50 Senioren ab

JU 23.07.2026 · 11:57
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In diesem Jahr verzeichnete die Kantonspolizei Jura über 50 Betrugsfälle mit falschen Polizist:innen, vor allem bei Senior:innen, und mahnt zu grosser Vorsicht.

Die Kantonspolizei Jura hat seit Beginn des Jahres 2026 über 50 vollendete Betrugsfälle sowie Betrugsversuche durch falsche Polizisten registriert. Dabei entstand für die Opfer bereits eine Schadenssumme von mehreren zehntausend Franken.

Vorgehensweise der Täterschaft

Die Täter haben vorwiegend ältere Menschen im Visier. Sie melden sich in der Regel per Telefon und geben sich als Polizisten aus dem Jura aus. Dabei behaupten sie, dass eine Untersuchung im Gange sei oder dass das Eigentum der Opfer gefährdet sei. Unter verschiedenen Vorwänden bringen sie die kontaktierten Personen dazu, Bargeld, Bankkarten mitsamt den dazugehörigen Codes, Schmuck oder andere Wertsachen an einen vermeintlichen Polizisten auszuhändigen, der an ihrem Wohnort auftaucht.

Präventionsempfehlungen der Polizei

Die Kantonspolizei Jura bittet die gesamte Bevölkerung und im Speziellen Senioren, die folgenden Ratschläge zu beachten: Es sollen weder Geld, Bankkarten und Codes noch Schmuck oder sonstige Wertsachen an Personen am Wohnort übergeben werden, ohne dass deren Identität im Vorfeld überprüft wurde. PIN-Codes und Bankdaten dürfen nicht am Telefon weitergegeben werden. Bei einem verdächtigen Anruf soll sofort aufgelegt werden.

Erscheint eine Person an der Haustür und gibt sich als Polizist aus, ist der Polizeiausweis zu verlangen. In Zweifelsfällen ist sofort die Einsatzzentrale der Polizei in Delsberg unter der Telefonnummer 032/420.65.65 zu kontaktieren. Zudem soll man nicht zögern, vor einer Entscheidung eine nahestehende Person um Rat zu bitten.

Aufruf an das Umfeld

Die Kantonspolizei fordert zudem Angehörige, Nachbarn und Betreuungspersonen dazu auf, ältere Menschen in ihrem Umfeld für diese Thematik zu sensibilisieren. Die Betrüger sind in der Region momentan sehr aktiv. Als bester Schutz gilt weiterhin Misstrauen: Es soll nichts an unbekannte Personen übergeben und die Polizei kontaktiert werden.

Quelle der Meldung: Police cantonale jurassienne

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  Redaktion Unfallmeldungen       23 Juli, 2026 11:57