Glarus Nord GL: Sturm auf Walensee – zwei SUP-Fahrer vermisst

GL Breaking News 31.07.2026 · 11:13
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Am Donnerstagabend (30.07.2026) wurden fünf SUP-Fahrer auf dem Walensee von einem Sturm überrascht. Drei Personen sind gerettet, zwei werden vermisst.

Am 30.07.2026, gegen 18.55 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei St.Gallen die Meldung ein, dass mehrere Personen mit Stand-up-Paddle-Boards (SUP) auf dem Walensee unterwegs waren. Sie wurden von einem plötzlich aufziehenden Sturm beziehungsweise starken Wind überrascht.

Den ersten Erkenntnissen zufolge begaben sich die fünf SUP-Fahrenden am Seeufer des Gäsi (Gemeinde Glarus Nord) ins Wasser. Als in der Mitte des Sees zwischen dem Lago Mio (Gemeinde Weesen) und der ehemaligen Raststätte Mühlehorn (Gemeinde Glarus Nord) ein starker Windsturm aufkam, gerieten sie in Schwierigkeiten. Zwei Personen konnten eigenständig an das Ufer schwimmen. Eine weitere Person wurde durch die Seerettung aus dem Wasser gerettet.

Seit diesem Vorfall werden zwei Personen vermisst. An der umgehend eingeleiteten Suchaktion beteiligten sich die Seerettung, die Rega, Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen und Glarus sowie weitere Einsatzorganisationen. Dabei kamen unter anderem Drohnen zum Einsatz. Bis zum jetzigen Zeitpunkt verlief die Suche ohne Erfolg.

Die Suchmassnahmen werden heute mit weiteren geeigneten Mitteln weitergeführt. Die Einsatzkräfte beurteilen die Lage laufend und passen ihr Vorgehen den aktuellen Bedingungen an. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes können derzeit keine weiteren Angaben zu den vermissten Personen gemacht werden.

Der genaue Ablauf des Unfalls sowie die Umstände, die zu diesem Ereignis führten, werden momentan durch die Polizei abgeklärt. Sobald neue Informationen vorliegen, wird die Polizei erneut informieren.

Sicherheitstipps für Stand-up-Paddler und Wassersporttreibende

Schönes Wetter und warme Temperaturen bewegen viele Personen dazu, sich mit Gummibooten oder Stand-up-Paddle-Boards (SUP) auf Gewässern in der Schweiz aufzuhalten. Diese Sportarten sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Wind, Wetterwechsel und kaltes Wasser können rasch zu gefährlichen Situationen führen.

Für die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer empfehlen die Polizei und die Seerettung:

  • Die Wetter- und Windverhältnisse vor jeder Ausfahrt prüfen und bei aufkommendem Unwetter, starkem Wind oder rasch wechselnden Bedingungen das Gewässer rechtzeitig verlassen.
  • Eine Rettungsweste oder Schwimmhilfe mit mindestens 50 N Auftrieb tragen und diese bereits vor dem Start anziehen. In einer Notsituation bleibt häufig keine Zeit, die Ausrüstung erst anzulegen.
  • SUP-Boards gut sichtbar mit Name, Adresse und Telefonnummer der Eigentümerin oder des Eigentümers beschriften. Diese Angaben helfen Rettungskräften, rasch abzuklären, ob tatsächlich Personen vermisst werden, und können unnötige Suchaktionen verhindern.
  • Auf Seen eine geeignete Leash (Verbindungsleine zwischen SUP und Person) verwenden. In fliessenden Gewässern sollte darauf verzichtet werden, da bei einem Verhängen die Gefahr besteht, von der Strömung unter Wasser gezogen zu werden.
  • Die eigenen Fähigkeiten und die Bedingungen realistisch einschätzen. Besonders auf Flüssen ist Stand-up-Paddling anspruchsvoller; eine entsprechende Vorbereitung oder ein Einführungskurs kann helfen, Risiken zu vermeiden.

Eine gute Vorbereitung und die richtige Ausrüstung tragen wesentlich dazu bei, Unfälle auf dem Wasser zu verhindern.

Weitere Sicherheitshinweise zum Stand-up-Paddling bietet die BFU unter dem entsprechenden Link.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei Glarus


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  Redaktion Unfallmeldungen       31 Juli, 2026 11:13