Nach dem Sturm auf dem Walensee dauert die Suche nach den beiden vermissten Stand-up-Paddlern weiter an. Neue Ermittlungen der Kantonspolizei Glarus deuten darauf hin, dass die beiden Männer während des Unwetters ins Wasser stürzten und mutmasslich ertranken.
Nach aktuellem Ermittlungsstand war eine Gruppe von fünf Personen am Donnerstag, 30. Juli 2026, gegen 15.30 Uhr mit drei Stand-up-Paddle-Boards beim Gäsi in der Gemeinde Glarus Nord gestartet. Gemeinsam paddelten sie auf den Walensee hinaus und hielten sich im Bereich der Seemitte auf.
Als am frühen Abend plötzlich starker Wind und hoher Wellengang aufkamen, geriet die Gruppe in Schwierigkeiten. Die drei SUP-Boards wurden auseinandergetrieben. Zwei Personen konnten sich mit einem Board selbstständig ans Ufer retten, eine weitere Person wurde von der Seerettung aus dem Wasser geborgen. Diese trug wie eine der geretteten Personen eine Schwimmweste.
Die beiden weiterhin vermissten 32-jährigen Männer trugen nach bisherigen Erkenntnissen keine Schwimmwesten und galten zudem als ungeübte Schwimmer.
Die umfangreichen Suchaktionen am Freitag verliefen ohne Erfolg. Zwischenzeitliche Ermittlungen, Zeugenbefragungen sowie der Fund des zunächst vermissten Stand-up-Paddle-Boards ermöglichten eine genauere Rekonstruktion des Geschehens. Nach aktuellem Stand geht die Polizei davon aus, dass beide Männer während des Sturmereignisses von ihren Boards ins Wasser fielen und seither vermisst werden.
Am Samstag, 1. August 2026, setzen Spezialisten der Kantonspolizei Zürich gemeinsam mit der Seerettung die Suche fort. Die grosse Wassertiefe sowie das weitläufige Suchgebiet erschweren den Einsatz erheblich. Die Lage wird laufend neu beurteilt und die Suchmassnahmen den aktuellen Bedingungen angepasst. Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, will die Kantonspolizei Glarus erneut informieren.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Glarus
