Am Samstagmorgen (01.08.2026) wurde in Ballaigues eine illegale Rave-Party mit 800 Personen aufgelöst. Die Organisatoren werden verzeigt.
Am Samstag, 1. August 2026, wurde die Einsatzzentrale der Waadtländer Kantonspolizei gegen 06:25 Uhr über eine unbewilligte Rave-Party (GOA) informiert, die während der Nacht in Ballaigues auf einer Alp beim Flurnamen La Combe-du-Commun stattfand. Die Polizei traf vor Ort auf rund 800 Personen, die das Areal rechtswidrig besetzten. Für die Wiedergabe von Technomusik in erheblicher Lautstärke waren zwei Bühnen aufgestellt worden. Sowohl der Gemeindepräsident der Gemeinde Ballaigues als auch der Pächter des Grundstücks haben wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung Strafanzeige erstattet.
Verhandlungen und Absperrungen
Die Gendarmerie nahm gegen 10:30 Uhr Verbindung mit den Verantwortlichen des Anlasses auf, um ihnen eine Frist für den Abbruch der unbewilligten Party zu setzen. Die Ordnungshüter führten mehrere Verhandlungsrunden, um die Organisatoren zum Abbruch zu bewegen. Diese hatten bis Montag zwischen 1000 und 2000 Teilnehmende erwartet. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit und der Sicherheit für das Publikum der unbewilligten Veranstaltung sowie für die Einsatzkräfte wurde vor Einbruch der Nacht kein Polizeieinsatz angeordnet. Die Zufahrtsstrassen zur Alp wurden durch Gendarmeriepatrouillen gesperrt, woraufhin Personen am Betreten des Gebiets gehindert wurden.
Am Sonntagmorgen, 2. August, reagierten die Organisatoren schliesslich auf das Polizeidispositiv und die Aufforderungen der Behörden. Sie stellten die Musik gegen 06:00 Uhr ab und willigten ein, den Platz zu räumen.
Einvernahmen, Bussen und Unfälle
Ein Organisator, einer der DJs und sechs weitere Personen, welche ebenfalls an der Organisation der Rave-Party beteiligt waren, wurden angehalten sowie einvernommen. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft verzeigt. Während der Abreise der Teilnehmenden verzeichnete die Polizei zwei Verkehrsunfälle: Ein Sturz eines mit zwei Personen besetzten Velos, bei dem eine Person leicht verletzt wurde, sowie ein Lastwagen, der eine Tränke erheblich beschädigte.
Die Polizei kontrollierte fast 500 Personen und über 120 Fahrzeuge. Wegen Falschparkens in der Nähe der Gemeinde Lignerolle wurden rund zwanzig Ordnungsbussen verteilt, da die abgestellten Fahrzeuge die Zufahrt der Rettungsfahrzeuge behinderten. Ein Fahrzeug wurde schliesslich abgeschleppt und sichergestellt, damit die Alp am späten Nachmittag dem Eigentümer zurückgegeben werden konnte. Die Behörden der Gemeinde Ballaigues wurden kontinuierlich über die Entwicklung des Geschehens orientiert.
Ressourceneinsatz über zwei Tage
An diesem Einsatz waren über zwei Tage verteilt rund achtzig Angehörige der Gendarmerie und der Kriminalpolizei beteiligt, davon maximal vierzig gleichzeitig. Sie sicherten den Perimeter, führten Personenkontrollen durch und klärten den Sachverhalt ab. Vorsorglich befanden sich auch der Förster sowie die Feuerwehrdienste des SDIS Vallorbe région, unterstützt vom regionalen SDIS Nord-vaudois und dem Schutz- und Rettungsdienst der Stadt Lausanne (Service de protection et de sauvetage de la Ville de Lausanne), vor Ort.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Waadt
