Update zu diesem Vorfall — ursprüngliche Meldung: hier.
Am Montagmorgen (10.08.2026) wurde ein Lenker im Kerenzerbergtunnel auf der A3 von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt, als er sein Auto schob. Am Montag, 10. August 2026, kam es kurz nach 07:00 Uhr auf der Autobahn A3 im Kerenzerbergtunnel in Filzbach (Gemeinde Glarus Nord) zu einem tödlichen Verkehrsunfall.
Ein Lenker steuerte seinen Personenwagen auf der Normalspur der Autobahn A3 in Richtung Chur. Aus bislang ungeklärten Ursachen hielt das Fahrzeug im Kerenzerbergtunnel an. Der Lenker schob den Wagen anschliessend in Richtung der nächsten Ausstellbucht. Dabei erfasste ihn ein Lastwagen, wodurch der Mann tödlich verletzt wurde. Die formelle Identifikation des Lenkers steht noch aus.
Auswirkungen auf den Verkehr
Während der Aufarbeitung des Unfalls und der Massnahmen vor Ort musste der Kerenzerbergtunnel gesperrt werden. Die Verkehrsführung erfolgte im Gegenverkehr über die Walenseestrecke, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Der Tunnel bleibt wegen der Aufräumarbeiten und einer vorgesehenen Nachtbaustelle bis Dienstag, 11. August 2026, um 06:00 Uhr gesperrt.
Ermittlungen und weitere Massnahmen
Beim 29-jährigen Lastwagenlenker veranlasste die Kantonspolizei eine Blut- und Urinprobe und entzog ihm den Führerausweis. Ungefähr 20 Angehörige der Polizei, der Sanität, des Strassenunterhalts sowie der Staatsanwaltschaft befanden sich im Einsatz. Die Kantonspolizei Glarus klärt den genauen Hergang und die Ursache des Unfalls zusammen mit der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus ab.
Empfohlenes Verhalten bei Pannen im Tunnel
Die Kantonspolizei Glarus weist darauf hin, dass bei Pannen in einem Tunnel besondere Vorsicht nötig ist, und nennt dazu folgende Verhaltensregeln:
- Warnblinkanlage einschalten und das Fahrzeug möglichst in einer Ausstellbucht oder auf dem Pannenstreifen anhalten. Sofern dies nicht möglich ist, möglichst weit am rechten Rand stoppen.
- Den Motor abstellen und den Wagen auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen. Alle Insassen begeben sich in eine SOS-Nische oder hinter einen Notausgang und tragen eine Warnweste.
- Die Rettungsdienste verständigen, vorzugsweise über eine SOS-Notrufstation, da dadurch der genaue Ort und die Fahrtrichtung direkt übermittelt werden.
- Unter keinen Umständen im Fahrzeug warten, sondern ausserhalb der Fahrbahn an einem sicheren Ort auf das Eintreffen von Hilfe warten.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Glarus
