Cologny GE: Polizei rettet erschöpften Rehbock aus Genfersee

GE Seepolizei 14.08.2026 · 14:28
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Am Dienstagvormittag (11.08.2026) hat die Gewässerpolizei im Genfersee einen erschöpften Rehbock gerettet. Das Tier wurde anschliessend im Wald von Jussy freigelassen.

Am Dienstag, 11. August 2026, begann kurz nach 10:30 Uhr ein aussergewöhnlicher Einsatz auf dem Genfersee. Die Gewässerpolizei (Brigade de la navigation – Bnav) der Kantonspolizei Genf wurde über ein Tier benachrichtigt, das sich vor Port-Tunnel auf dem Gebiet der Gemeinde Cologny im Wasser befand.

Zwei Boote der Genfer Sicherheitskräfte wurden unverzüglich entsandt, um dem in Not geratenen Tier zu Hilfe zu kommen. Bei der Ankunft stellten die Gendarmen fest, dass es sich um einen Rehbock, ein adultes männliches Reh, handelte. Das Tier schwamm weiter in Richtung des offenen Sees und war durch die Anstrengung sowie die bereits zurückgelegte Strecke sichtlich stark geschwächt. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt ungefähr 500 Meter vom Ufer entfernt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Rehbock aus dem Wasser zu bergen, gelang es den Gendarmen schliesslich, ihn an Bord eines ihrer Boote zu hieven. Zwei Polizisten mussten das Reh festhalten, während die Einsatzboote zur Société Nautique de Genève zurückfuhren.

Übergabe an die Umweltbeauftragten

Der kantonale Wildhüterdienst (SGE), dessen Einsatzkräfte in Genf Umweltbeauftragte («gardes de l’environnement») genannt werden, wurde unverzüglich über die laufende Rettung informiert und begab sich zur Société Nautique de Genève, um das Tier bei seiner Ankunft an Land zu übernehmen. Der Rehbock wurde danach in eine belüftete Transportkiste («sabot ventilé») gesetzt – eine eigens für den Transport von Wildtieren vorgesehene Holzkiste – und anschliessend in den Wald von Jussy (bois de Jussy) gebracht.

Vor Ort wurde das Tier gründlich untersucht, um seinen guten Allgemeinzustand sicherzustellen. Es erhielt eine Ohrmarke, um seine spätere Identifizierung und Überwachung zu ermöglichen. Diese Prozedur wird bei der Erfassung von Paarhufern im städtischen Umfeld oder, wie in diesem Ausnahmefall, in einem Seeumfeld systematisch angewendet.

Rückkehr in die Natur

Vor der Freilassung des Rehbocks beurteilte der diensthabende Umweltbeauftragte das Gelände, um sicherzustellen, dass die Bedingungen für seine Rückkehr in den natürlichen Lebensraum günstig waren. Trotz der Erschöpfung durch die Anstrengungen im Genfersee kehrte der Rehbock ohne Anzeichen von Hinken oder Verwirrung in den Wald zurück.

Dieser Einsatz nahm dank einer engen Koordination zwischen der Gewässerpolizei und den Umweltbeauftragten einen guten Ausgang. Die rechtzeitige Rettung des Rehes aus dem Genfersee sowie seine anschliessende Betreuung und Freilassung im Wald von Jussy zeugen von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen den beiden Stellen.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei Genf

Bildquelle: pixabay

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  Redaktion Unfallmeldungen       14 August, 2026 14:28