In der Nacht (17.10.2026) auf Sonntag kam es in Bern bei einer unbewilligten Kundgebung zu Ausschreitungen. Einsatzkräfte wurden attackiert.
In Bern ist eine unbewilligte Kundgebung in der Nacht von Samstag auf Sonntag von Krawallen geprägt gewesen. Mehrfach wurden die Einsatzkräfte mit gefährlichen Gegenständen attackiert, woraufhin diese wiederholt Zwangsmittel anwendeten. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen sind im Gang.
Ausschreitungen bei der Lorrainebrücke
Am Samstag, 17. Oktober 2026, fanden sich kurz nach 23.20 Uhr zahlreiche Personen auf der Schützenmatte in Bern zu einer unbewilligten Spontankundgebung zusammen. In der Folge bildete sich ein Demonstrationszug, der in Richtung Lorrainequartier zog.
Während des Umzugs wurde mehrfach Pyrotechnik gezündet. Am Ende der Lorrainebrücke wurden die teilweise vermummten Demonstrationsteilnehmenden von den Polizeikräften mündlich verwarnt und zur Umkehr aufgefordert. Dieser Aufforderung kamen die Teilnehmenden trotz eines Polizeisperrbands und deutlicher Zeichen der Polizei nicht nach. Der Umzug entfernte das Sperrband und bewegte sich weiter auf die Polizeikräfte beim Känzeli zu, woraufhin die Polizei erstmals gezielt Mittel einsetzte. Umgehend wurden Pyrotechnika direkt auf die Einsatzkräfte abgefeuert und diese mit Wurfgegenständen angegriffen. Zum Eigenschutz setzten die Einsatzkräfte daraufhin weiterhin Gummischrot und Gummigeschosse ein. Schliesslich zog sich der Umzug über die Lorrainebrücke auf die Schützenmatte zurück, wo sich die Kundgebungsteilnehmenden längere Zeit auf dem Vorplatz der Reitschule aufhielten. Die Polizeikräfte blieben derweilen vor Ort präsent.
Erneuter Angriff und Strassensperrung
Gegen 2.00 Uhr gelangte eine Gruppe vom Vorplatz her über die Neubrückstrasse zum Henkerbrünnli und griff die dortigen Einsatzkräfte mit Gegenständen an. Daraufhin musste erneut Gummischrot eingesetzt werden.
Erst kurz nach 3.40 Uhr löste sich die Kundgebung auf der Schützenmatte endgültig auf. Die betroffenen Strassenabschnitte waren für die Dauer der Kundgebung während rund drei Stunden gesperrt.
Im Einsatz standen zahlreiche Kräfte der Kantonspolizei Bern. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Bern
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