Waadt: Betrugsfälle mit falschen Polizisten – Neue Strategien:
Nach einer ruhigeren Phase Ende 2025 nehmen die Meldungen über Betrugsfälle im Namen von Polizisten wieder zu. Zudem haben die Betrüger ihre Strategie angepasst und geben sich nun als Bankangestellte oder Mitarbeiter von Gesundheitszentren aus.
Nach einer relativen Flaute Ende 2025 ist die Zahl der Betrugsfälle mit Identitätsdiebstahl in den letzten Wochen wieder angestiegen. In der Woche vom 12. Januar 2026 verzeichnete die Polizei 24 Fälle von Betrug durch Bankangestellte, die sich als Polizisten ausgaben, darunter 12 Betrugsversuche. Die meisten Fälle ereigneten sich in den Kantonen Lausanne (9), Nyon (4) und Savigny (2). Der Gesamtschaden beläuft sich auf 73.000 CHF, darunter ein Fall in Lausanne mit einem Schaden von 43.000 CHF.
Auch in anderen Kantonen ist ein ähnlicher Anstieg zu beobachten. Die Täter scheinen ihre Vorgehensweise angepasst zu haben und geben sich sowohl als Polizisten als auch zunehmend als Bankangestellte und Mitarbeiter der CMS (Zentralverwaltungsgesellschaft) aus.
Die Gesamtzahl der der Polizei im Jahr 2025 gemeldeten Fälle betrug 925 (668 Versuche und 257 Erfolge), verglichen mit 369 im Jahr 2024 (229 Versuche und 140 Erfolge).
Sicherheitshinweis
: Gehen Sie sorgsam mit Ihren Online-Daten um. Betrüger nutzen Informationen aus Online-Verzeichnissen, die Namen, Adressen und Festnetznummern potenzieller Opfer enthalten.
Die Polizei bittet Angehörige und Freunde von alleinlebenden älteren Menschen, ihnen bei Bankgeschäften zu helfen.
Die Polizei weist darauf hin, dass sie niemals Privatwohnungen aufsucht, um Bankkarten oder Wertsachen zu beschlagnahmen, und wiederholt folgende Hinweise:
• Geben Sie niemals persönliche Daten oder Bankinformationen an Personen weiter, die Sie telefonisch kontaktieren.
• Geben Sie niemals Ihre Bankkarten (ob ungeschnitten oder nicht), Ihre PIN oder Wertsachen an Fremde weiter. Legen Sie auf, wenn Sie Zweifel an dem Anrufer haben.
• Wählen Sie nicht erneut.
• Rufen Sie die Polizei, wenn Sie Zweifel haben.
• Teilen Sie diese Informationen mit Ihren Freunden und Ihrer Familie.
Quelle der Meldung: KAPO VD