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Waadt VD: Jugendgericht verurteilt zehn Minderjährige

Nach der Beschlagnahmung eines Pakets mit gefälschten Dokumenten durch den Zoll im Mai 2025 leitete die Kantonspolizei Waadt unter der Leitung des Jugendgerichts Ermittlungen ein. Diese führten zur Identifizierung von zehn Minderjährigen mit Wohnsitz im Kanton Waadt. Sie gaben zu, neun gefälschte Personalausweise und einen gefälschten Führerschein bestellt zu haben, um Zutritt zu Nachtclubs zu erhalten.

Im Mai 2025 fing das Bundesamt für Zoll und Grenzschutz (BGB) in Zürich ein Paket ab, das neun gefälschte Personalausweise und einen gefälschten Führerschein aus verschiedenen europäischen Ländern enthielt. Der Fall wurde an die Kantonspolizei Waadt übergeben, die die Ermittlungen führte.

Die von der Gendarmerie Vevey unter der Leitung des Jugendgerichts durchgeführten Ermittlungen ergaben bei der Vernehmung des minderjährigen Bestellers, dass die Bestellung über einen WhatsApp-Kontakt in Großbritannien aufgegeben worden war. Zehn Minderjährige aus dem Kanton Waadt versuchten, diese gefälschten Dokumente zu beschaffen, um Zutritt zu Nachtclubs zu erhalten. Die Analyse der Spurensicherung bestätigte die Fälschung.

Bei ihrer Vernehmung als Angeklagte gaben die beteiligten Jugendlichen an, die Schwere ihrer Taten nicht vollständig begriffen zu haben. Der Fall wurde an das Jugendgericht verwiesen, welches sie verurteilte.

Die Kantonspolizei Waadt weist darauf hin, dass die Herstellung, Bestellung, der Besitz und die Verwendung gefälschter amtlicher Dokumente Straftaten darstellen, die auch von Minderjährigen geahndet werden. Gleiches gilt für die missbräuchliche Verwendung fremder Ausweispapiere zum persönlichen Vorteil. Die Kapo VD ruft junge Menschen und ihre Eltern dazu auf, wachsam gegenüber Angeboten zu sein, die in sozialen Netzwerken und Messenger-Apps kursieren.

Quelle der Meldung: KAPO VD

  Redaktion Polizei-Schweiz       8 April, 2026 20:35