Die Kantonspolizei Freiburg warnt vor einer Zunahme von Fällen von «Betrug durch falsche Polizisten oder Bankangestellte» im gesamten Kanton sowie in der Westschweiz und ruft zu grosser Wachsamkeit auf. Innerhalb weniger Tage wurden 25 Versuche sowie drei erfolgreiche Betrugsdelikte gemeldet. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 10’000 Franken und Schmuck. Um das Vertrauen der kontaktierten Personen zu gewinnen, nutzen die Täter die Methode des «Spoofings»: Auf dem Telefondisplay der potenziellen Opfer wird die tatsächliche Telefonnummer der Polizei (026 347 01 17) angezeigt.
Nachdem im Süden des Kantons neue Fälle gemeldet worden waren, wurde am Samstag, 16. Mai 2026, eine Fahndung eingeleitet. Im Rahmen einer gezielten Verkehrskontrolle in Bulle drängte sich ein verdächtiges Auto vor, um auf die Autobahn A12 in Richtung Bern zu gelangen. Der Lenker weigerte sich, den Halteaufforderungen Folge zu leisten, ging erhebliche Risiken ein und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, ehe er im Raum Flamatt aus den Augen verloren wurde.
Gegen 22.00 Uhr wurde dasselbe Fahrzeug von einer Patrouille erneut auf der A12 gesichtet, dieses Mal in Fahrtrichtung Lausanne. Der Flüchtende war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, um sich den Polizeikräften zu entziehen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Waadt konnte das Auto schliesslich in Saint-Saphorin (VD) ohne Zwischenfälle gestoppt werden.
Der angehaltene Mann, ein 26-jähriger italienischer Staatsangehöriger, steht im Verdacht, an den genannten Betrugsdelikten beteiligt gewesen zu sein. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Freiburg in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gang.
Vorbeugung ist nach wie vor die beste Waffe
Es ist von zentraler Bedeutung, über diese Masche zu sprechen und die folgenden Verhaltensempfehlungen insbesondere an ältere Menschen weiterzugeben:
– Die Polizei verlangt von Ihnen niemals die Übergabe von Bargeld oder die Aufbewahrung von persönlichen Wertsachen.
– Vertrauen Sie nicht der auf Ihrem Display angezeigten Telefonnummer, da diese gefälscht sein kann.
– Lassen Sie sich weder am Telefon noch an Ihrer Haustüre unter Druck setzen.
– Übergeben Sie niemals Bargeld, Bankkarten oder Schmuck an unbekannte Personen.
– Geben Sie Ihre Passwörter oder Bankdaten niemals an Dritte weiter.
– Legen Sie bei Zweifeln oder verdächtigen Fragen auf und wählen Sie die Notrufnummer 117!
Quelle der Meldung: KAPO FR
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