Basel BS: Taucher birgt Handgranate – Schifffahrt gesperrt
Am Sonntagnachmittag (21.06.2026) fand ein Taucher im Rhein eine Handgranate. Die Polizei sperrte das Gebiet, liess ein Eventschiff räumen und KAMIR sprengte den Blindgänger kontrolliert. Die Schifffahrt war kurzzeitig gesperrt; die Polizei mahnt, gefundene Sprengmittel nie anzufassen.
Am Sonntag, dem 21. Juni 2026, ging kurz vor 16.00 Uhr bei der Kantonspolizei Basel-Stadt die Meldung eines Tauchers ein. Dieser hatte im Rhein, auf der Höhe der Uferstrasse 38, eine Handgranate entdeckt. Er holte die Granate aus dem Wasser, legte sie am Ufer ab, verständigte die Polizei und sperrte den Bereich vorläufig ab.
Die Polizei weitete die Absperrung aus und ordnete die Räumung eines Eventschiffs an, das direkt vor dem Fundort im Wasser lag. Ein Sprengstofferstabklärer der Polizei begutachtete das Fundobjekt. Da mit grosser Wahrscheinlichkeit von einem Blindgänger auszugehen war, wurden die Kampfmittelbeseitiger des Kommandos KAMIR angefordert.
Kontrollierte Sprengung vor Ort
Nach der Begutachtung des Sprengkörpers war klar, dass eine Sprengung vor Ort vorgenommen werden musste. Der Zivilschutz der Rettung Basel-Stadt stellte daraufhin zügig Sandsäcke bereit, um die kontrollierte Sprengung abzuschirmen. Aus Sicherheitsgründen wurde die Sperrzone ab 20.45 Uhr vergrössert, was auch eine Sperrung der Schifffahrt auf dem Rhein in beide Richtungen zur Folge hatte.
Um 21.00 Uhr vollzog das Kommando KAMIR die kontrollierte Sprengung. Diese verlief nach Plan. Nach Beendigung der Aufräumarbeiten wurde der Sicherheitsperimeter wieder aufgehoben.
Beteiligte Einsatzkräfte
Neben der Kantonspolizei Basel-Stadt und dem Kommando KAMIR der Schweizer Armee standen die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt, der Zivilschutz der Rettung Basel-Stadt sowie die schweizerischen Rheinhäfen im Einsatz.
Warnhinweis der Polizei
Die Kantonspolizei Basel-Stadt bedankt sich bei dem engagierten Taucher für dessen Meldung. Gleichzeitig weist sie ausdrücklich darauf hin, dass gefundene Sprengmittel keinesfalls bewegt oder berührt werden dürfen. Durch Erschütterungen oder Manipulationen können diese jederzeit detonieren und stellen für den Finder sowie für Personen in der Umgebung ein erhebliches Risiko dar.
Quelle der Meldung: KAPO BS