In der Nacht auf Montag (31.08.2026) stellte sich der 43-jährige Einzeltäter nach den wahllosen Schüssen an einem Rave in Aarau der Polizei.
Ermittlungsstand und Festnahme
Die Nachforschungen zur Bluttat in Aarau laufen auf Hochtouren. Nach ersten Erkenntnissen handelte der 43-jährige Beschuldigte als Einzeltäter und gab am Rande einer Rave-Veranstaltung wahllos Schüsse ab, die zufällige Opfer forderten. Während die Beweggründe noch unklar sind, besteht für die Bevölkerung keine weitere Gefährdung.
Der 43-jährige Mann, ein gebürtiger Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Jura, befindet sich in Untersuchungshaft. Er stellte sich in der Nacht auf Montag bei der Kantonspolizei Jura. Unabhängig davon waren die Ermittlungen der Kantonspolizei Aargau zu diesem Zeitpunkt bereits so weit fortgeschritten, dass eine Identifizierung des Täters absehbar war. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Hinweis eines Augenzeugen, dem direkt nach der Tat ein weisser Lieferwagen aufgefallen war.
Waffenfunde und Tatablauf
Auf diesen Lieferwagen stiess die Kantonspolizei im Anschluss an die Festnahme am jurassischen Wohnort des Beschuldigten. Darin stellte sie ein Kalaschnikow-Sturmgewehr sowie zwei Pistolen sicher, die auf den Mann registriert sind. Sowohl diese Waffen als auch am Tatort vorgefundene Patronenhülsen lassen sich dem Beschuldigten zuordnen. Auch das Verletzungsbild der Opfer erlaubt entsprechende Rückschlüsse.
Nach ersten Erkenntnissen muss der 43-Jährige mit dem Lieferwagen nach Aarau gefahren und anschliessend zu Fuss auf das Areal der Pferderennbahn gelangt sein, wo zu diesem Zeitpunkt der Rave-Event stattfand. Das Ergebnis der Tatortarbeiten lässt den Schluss zu, dass der Mann aus unterschiedlichen Positionen von aussen wahllos zahlreiche Schüsse auf das Festivalgelände abfeuerte.
Opfer und Folgen
Die Tat forderte ein Todesopfer und fünf durch Schüsse verletzte Opfer. Zwei von ihnen befinden sich aktuell noch im Spital, sind jedoch ausser Lebensgefahr und dürften in den nächsten Tagen entlassen werden können. Möglicherweise durch ein abgepralltes Projektil leicht verletzt, hat sich inzwischen noch ein weiteres Opfer gemeldet.
Mindestens ein Projektil hatte zudem ein wegfahrendes Auto getroffen, in welchem sich vier Personen befunden hatten. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei all diesen Personen um Zufallsopfer handelt.
Hintergründe und Motiv
Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Strafuntersuchung eingeleitet. Obwohl das genaue Motiv noch zu klären ist, lassen die Ermittlungen den vorläufigen Schluss zu, dass die Bluttat als Amoklauf einzustufen ist. Zudem gibt es keinerlei Hinweise auf Terrorismus oder extremistische Motive.
Weshalb der Rave-Event zum Ziel wurde, ist aktuell unklar. Stand heute bestehen jedoch keine Anzeichen auf Mittäter. Eine weitere Gefahr für die Öffentlichkeit ist gebannt.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Aargau
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