Am Mittwoch (02.09.2026) tagte die COBELLO, die politische Begleitkommission des Projekts Schnellverbindung Locarno-Bellinzona, in Sant’Antonino. Das Treffen hatte zum Zweck, den Kanton, die Gemeinden und die betroffenen Stellen über den Fortgang des Vorhabens zu informieren.
Entwicklungen zur Studie «Verkehr 45»
Im Rahmen der Sitzung wurden insbesondere die Entwicklungen im Anschluss an die Studie «Verkehr 45» dargelegt. Obwohl diese die Verbindung Bellinzona-Locarno schweizweit in die Priorität 1 einreiht, verschiebt sie deren Umsetzung aufgrund des Reifegrads des Projekts im Vergleich zu den Mitbewerbern sowie aus finanziellen Gründen in die 2050er-Jahre. Der Entwurf der Botschaft an das Bundesparlament befindet sich aktuell in der Vernehmlassung bei den Kantonen.
Sachplan Verkehr und Variantenvergleich
Ebenfalls Thema war das laufende Aktualisierungsverfahren des Objektblatts im Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur Strasse (SVI). Dieses sieht die Aufnahme der Autobahnverbindung Bellinzona-Locarno als Zwischenergebnis vor, weil einige Ämter während der bundesweiten Vernehmlassung einen vertiefteren Vergleich der rechts- und linksufrigen Variante verlangten. In Kürze wird das Vernehmlassungsverfahren des Kantons gestartet, das auch die Gemeinden und die weiteren betroffenen Stellen einbeziehen wird.
Tunnel-Ausbruchmaterial und Delta-Sanierung
Überdies wurden die Projektentwicklungen und Studien zum Umgang mit dem Ausbruchmaterial aus dem vorgesehenen Tunnel präsentiert. Mittels einer Machbarkeitsstudie wurde die Option einer Delta-Sanierung an der Mündung des Flusses Tessin geprüft; die technische Begleitgruppe stufte diese als interessant ein.
Massnahmen auf der bestehenden Achse
Schliesslich informierte man die Anwesenden über die Vorkehrungen auf der bestehenden Achse zur Verbesserung des Verkehrsflusses. Die erste Phase dieser Massnahmen wird noch im Jahr 2026 abgeschlossen sein, während das gesamte System ab Ende 2027 in Betrieb sein wird.
Quelle der Meldung: ASTRA
