Wattwil SG: Senior (85) verliert 250’000 Franken an Betrüger

SG Warnung 15.09.2026 · 15:50
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In den ersten zwei Septemberwochen 2026 nahm die Kantonspolizei St.Gallen nach Telefonbetrügen vier Personen in Wattwil und Wil fest.

In den ersten beiden Septemberwochen hat die Kantonspolizei St.Gallen vier Personen festgenommen, die mit Telefonbetrugsfällen in Verbindung stehen. In Wattwil konnten zwei Geldübergaben unterbunden und drei Personen verhaftet werden. In Wil händigte ein Geschädigter der Täterschaft zuvor eine Viertelmillion Franken aus, ehe bei einer weiteren Geldübergabe eine Person festgenommen wurde.

Viertelmillion Franken an Täterschaft übergeben – Festnahme

Ein 85-jähriger Mann wandte sich am 3. September 2026 an eine Polizeistation und gab an, mutmasslich Opfer eines Betrugs geworden zu sein. Er war im August von einer unbekannten Täterschaft telefonisch kontaktiert worden. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen gaben sich die Anrufer als Bankangestellte aus. Sie spiegelten dem 85-Jährigen vor, sein Geld sei nicht mehr sicher, setzten ihn unter Druck und veranlassten ihn dazu, bei der Bank in mehreren Tranchen grössere Bargeldbeträge zu beziehen. Das Bargeld deponierte der 85-Jährige danach an unterschiedlichen Orten, wo es von der unbekannten Täterschaft abgeholt wurde.

Nach dem Eingang der Meldung nahm die Kantonspolizei St.Gallen umgehend die Ermittlungen auf. Noch während der laufenden Ermittlungen suchte die unbekannte Täterschaft erneut den Kontakt zum 85-Jährigen und versuchte, mit derselben Masche an weiteres Bargeld zu gelangen. Am Donnerstag, 10. September 2026, gelang es der Kantonspolizei St.Gallen anlässlich einer erneuten Bargeldabholung in Wil, einen 20-jährigen Ukrainer festzunehmen. Ihm wird vorgeworfen, als Geldabholer mit dem Telefonbetrug in Verbindung zu stehen.

Zwei Geldübergaben verhindert

Am 10. September 2026 ging bei der Kantonspolizei St.Gallen ein Hinweis ein, dass es am Abend zu einer Geldübergabe im Rahmen eines Telefonbetrugs kommen werde. Abklärungen ergaben, dass eine 81-jährige Frau in telefonischem Kontakt mit der Täterschaft stand und 10’000 Franken übergeben sollte. Die Täterschaft hatte der Geschädigten bereits am Vortag verschiedene falsche Tatsachen vorgespiegelt, unter anderem, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sei und Falschgeld besitze. Dieses Falschgeld müsse nun überprüft werden. Bei der Geldübergabe an die Täterschaft konnte die Kantonspolizei St.Gallen zwei Franzosen im Alter von 22 und 23 Jahren festnehmen.

Eine 55-jährige Frau meldete am 14. September 2026 einen verdächtigen Anruf. Sie sollte auf Anweisung eines angeblichen Bank-Sicherheitsdienstes 20’000 Franken Bargeld abheben und dem Sicherheitsdienst übergeben. Auch bei dieser Geldübergabe konnte die Kantonspolizei St.Gallen eine Person festnehmen. Es handelt sich um einen 21-jährigen Ukrainer.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen führt die Kantonspolizei St.Gallen die weiteren Ermittlungen durch. Dabei wird unter anderem die Rolle der Festgenommenen geklärt, ob sie mit weiteren Delikten in Verbindung stehen und ob weitere Personen in den Betrugsfall involviert sind.

Hohe Deliktssumme allein seit Anfang August

Die Kantonspolizei St.Gallen stellt in letzter Zeit wieder eine Zunahme von Telefonbetrügereien fest, bei denen es zu Geldübergaben kam. Allein seit Anfang August gingen Anzeigen zu neun vollendeten Fällen ein. Die Deliktssumme dieser Fälle wird nach ersten Tatbestandsaufnahmen auf rund 750’000 Franken geschätzt.

Auch nach einer Übergabe: Unbedingt melden

Wer von einem solchen Betrug betroffen ist oder bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat, soll sich so rasch wie möglich bei der Polizei melden. Auch nach einer erfolgten Übergabe kann eine Meldung wichtige Ermittlungsansätze liefern. Besteht weiterhin Kontakt zur Täterschaft, soll umgehend die Notrufnummer 117 gewählt werden.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei St. Gallen

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  Redaktion Unfallmeldungen       15 September, 2026 15:50