Zürich ZH: Stadtpolizei legt 11 Gummischrot-Einsätze offen

ZH 15.09.2026 · 10:04
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In der Zeit vom 01.09.2025 bis zum 31.08.2026 setzte die Stadtpolizei Zürich bei elf Einsätzen Gummischrot ein. Verletzungen wurden dabei keine bekannt.

Seit dem 1. September 2025 erfasst die Stadtpolizei Zürich die Verwendung von Gummischrot systematisch. Während der vergangenen zwölf Monate kam dieses Distanzmittel bei insgesamt elf Einsätzen zur Anwendung.

Systematische Erfassung auf Anordnung

Aufgrund der Verletzungsgefahr am Auge sorgt der Einsatz von Gummischrot regelmässig für kontroverse Diskussionen. Im Gemeinderat wurden deswegen bereits mehrere Vorstösse zu diesem Thema eingereicht. Um eine auf Fakten basierende Debatte über dieses Einsatzmittel zu ermöglichen, beauftragte Stadträtin Karin Rykart, Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, die Stadtpolizei damit, die Einsätze von Gummischrot ab dem 1. September 2025 systematisch zu erfassen.

Erstes Korps mit Transparenz

Als erstes Polizeikorps in der Schweiz legt die Stadtpolizei Zürich die Verwendung von Gummischrot offen. Bekanntgegeben werden jeweils der Anlass, das Datum sowie die Menge der abgegebenen Pakete, welche aus je 35 abgerundeten Gummischrotprismen bestehen. Des Weiteren wird die Zahl der durch Gummischrot verletzten Personen veröffentlicht, sofern diese der Stadtpolizei bekannt ist.

Im Zeitraum vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2026 (12 Monate) griff die Stadtpolizei bei elf Einsätzen zu Gummischrot. Verletzungen sind der Stadtpolizei keine bekannt.

Einsatzgründe und Bedingungen

Die Stadtpolizei nutzt Gummischrot, um gewaltbereite Gruppierungen auf Distanz zu halten, wie etwa im Rahmen von Fanausschreitungen bei Fussballspielen oder anlässlich unfriedlicher Demonstrationen. Der Einsatz erfolgt ausschliesslich dann, wenn Dialog und Deeskalation oder der Einsatz milderer Mittel (beispielsweise Wasserwerfer) nicht möglich sind oder keinen Erfolg zeigen und sofern die Massnahme erforderlich und verhältnismässig ist.

Mittelfristig wird das Ziel verfolgt, die Anzahl der Einsätze weiter zu senken. Ein vollständiger Verzicht ist derzeit jedoch nicht möglich. Ohne dieses Distanzmittel würde sich das Risiko direkter körperlicher Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und gewaltbereiten Gruppen erhöhen, was mit einer höheren Verletzungsgefahr auf beiden Seiten verbunden wäre. Ausserdem wären deutlich grössere Polizeiaufgebote erforderlich.

Künftige Veröffentlichungen

In Zukunft werden die Daten zu den Gummischrot-Einsätzen jeweils für ein Kalenderjahr erhoben und zu Beginn des darauffolgenden Jahres auf der Webseite der Stadt Zürich veröffentlicht. Die Werte aus dem Jahr 2026 werden nicht mit den Vorjahren vergleichbar sein, da die Erfassung von Gummischrot-Einsätzen in der Vergangenheit – anders als bei Schusswaffen und Destabilisierungsgeräten – nicht nach einem standardisierten Verfahren erfolgte.

Quelle der Meldung: Stadtpolizei Zürich

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  Redaktion Unfallmeldungen       15 September, 2026 10:04