Glarus GL: 276 Temposünder bei Schulweg-Kontrollen

GL Warnung 17.09.2026 · 10:03
Auf der Unfallkarte live ansehen ›

Am 10.08.2026 starteten verstärkte Schulwegkontrollen der Kantonspolizei Glarus. Dabei wurden 276 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt.

Mit dem Beginn des Schuljahres am 10. August 2026 nahmen zahlreiche Kinder erstmals eigenständig am Strassenverkehr teil. Sie müssen sich dabei neu und häufig ohne Begleitung im Verkehr orientieren. Von Fahrzeuglenkenden wird deshalb gegenüber Kindergarten- und Primarschulkindern eine erhöhte Aufmerksamkeit sowie Rücksichtnahme erwartet. Aus diesem Grund führte die Kantonspolizei Glarus in den ersten Schulwochen in allen drei Gemeinden verstärkte Kontrollen sowie eine erhöhte Präsenz im Umfeld von Schulhäusern und Kindergärten durch.

Messergebnisse der Geschwindigkeitskontrollen

Im Rahmen einer kantonsübergreifenden Schwerpunktaktion wurden im Kanton Glarus während 43 Kontrollstunden insgesamt 6’279 Fahrzeuge gemessen. 276 dieser Fahrzeuge überschritten die erlaubte Geschwindigkeit. Während ein Grossteil der Fälle im Ordnungsbussenverfahren geregelt werden konnte, kam es bei fünf Personen zu einer Rapportierung. Die höchsten gemessenen Geschwindigkeiten innerhalb von Ortschaften lagen bei 76 km/h anstelle der erlaubten 50 km/h, bei 55 km/h anstatt 40 km/h sowie bei 52 km/h bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Kontrollen auf den Schulwegen

Während insgesamt 45,5 Stunden zeigte die Kantonspolizei zudem Präsenz auf den Schulwegen. Dabei wurden unter anderem Missachtungen der Gurtentragpflicht, unlesbare Kontrollschilder, das Benutzen des Mobiltelefons während der Fahrt sowie Lernfahrten ohne L-Schild festgestellt. Fünf Jugendliche werden verzeigt, weil sie ein E-Trotti vor dem Erreichen des erforderlichen Mindestalters lenkten. Zwei weitere Verzeigungen betrafen Mofas, die nicht den Vorschriften entsprachen.

Empfehlungen der Kantonspolizei

Die Kantonspolizei Glarus erinnert in diesem Zusammenhang namentlich an die Regel «Rad steht – Kind geht». Kinder lernen, eine Strasse erst zu überqueren, wenn ein Fahrzeug komplett angehalten hat. Fahrzeuglenkende sollen aus diesem Grund direkt vor dem Fussgängerstreifen vollständig anhalten und auf vorgängige Handzeichen verzichten.

Auch Eltern können zur Sicherheit beitragen. Die Kantonspolizei empfiehlt, auf Elterntaxis nach Möglichkeit zu verzichten. Diese sorgen für zusätzlichen Verkehr vor den Schulhäusern und können insbesondere auf Trottoirs sowie bei Parkiermanövern zu gefährlichen Situationen führen. Kinder sollen ihren Schulweg selbstständig erleben und dabei lernen, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Wird das Auto ausnahmsweise genutzt, ist für jedes Kind ein geeigneter Kindersitz zu verwenden.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei Glarus

Einordnung

Polizeimeldungen direkt aufs Handy WhatsApp-Kanal folgen
  Redaktion Unfallmeldungen       17 September, 2026 10:03