Thusis GR: Polizei schnappt Schockanruf-Betrüger auf der Flucht

GR 18.09.2026 · 14:44
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Am Mittwoch (16.09.2026) wurde in Thusis ein 31-jähriger Mann festgenommen. Er soll Senioren durch Schockanrufe um ihr Geld gebracht haben.

Wie von der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei mitgeteilt wird, kam es am 16.09.2026 zur Festnahme eines 31 Jahre alten tschechischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in der Tschechischen Republik. Der Mann steht im Verdacht, an Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen – sogenannten «Schockanrufen» – beteiligt gewesen zu sein, welche sich in der Riviera und im Mendrisiotto ereigneten.

Festnahme auf der Flucht

Dass der 31-Jährige ausfindig gemacht werden konnte, während er sich in Richtung Norden entfernte, ist der raschen Meldung einer Privatperson an die Gemeinsame Einsatzzentrale (CECAL), den sofort aufgenommenen Ermittlungen und der Einsatzbereitschaft der vor Ort aktiven Patrouillen zu verdanken. Die Festnahme vollzogen Angehörige der Kantonspolizei Graubünden auf dem Gemeindegebiet von Thusis. Am Einsatz war ebenfalls die Gemeindepolizei von Chiasso beteiligt.

Vorgehensweise der Täterschaft

Das Vorgehen deckt sich mit jenem, das bereits in der Vergangenheit mehrfach in seinen zahlreichen Varianten beobachtet wurde. Im vorliegenden Fall gaben sich die Täter als im medizinischen Bereich tätige Personen aus und forderten eindringlich eine erhebliche Summe Geld von den Opfern. Diese sei für die Behandlung von Angehörigen erforderlich, die an einer schweren Krankheit litten.

Unter Ausnutzung des geringen Zeitfensters von wenigen Stunden angesichts des vorgegebenen Ernstes der Lage setzten die Täter die Opfer unter Druck. Sie veranlassten diese zur Übergabe des verfügbaren Bargelds und der im Haus aufbewahrten Vermögenswerte, was einigen Tausend Franken und mehreren Wertgegenständen entsprach.

Der Tatverdacht gegen den 31-Jährigen lautet auf wiederholten Betrug. Die Untersuchung wird von Staatsanwältin Chiara Buzzi koordiniert.

Zunahme von Betrugsfällen

Schliesslich wird darauf hingewiesen, dass in den letzten Wochen eine Zunahme dieser Art von Betrügereien zu verzeichnen ist. Informationen und Präventionstipps können unter https://www4.ti.ch/di/pol-new/prevenzione/truffe/truffe-telefoniche abgerufen werden.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei Tessin

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  Redaktion Unfallmeldungen       18 September, 2026 14:44