Am Wochenende (18.09. – 20.09.2026) rückte die Landespolizei zu mehreren Einsätzen aus, darunter Einbrüche in Schellenberg und eine Suchaktion nach einem Wanderer.
Einbrecher flüchten in Schellenberg
Ein aufmerksamer Anwohner verständigte am Samstagabend kurz vor 22 Uhr die Landesnotruf- und Einsatzzentrale (LNEZ). Er gab an, dass bei einem Restaurant in Hinterschellenberg vermutlich gerade eingebrochen werde und sich die Täterschaft noch im Gebäude befinde. Wegen dieser Meldung rückten mehrere Polizeipatrouillen dringlich nach Schellenberg aus. Ein Zivilpolizist auf dem Heimweg traf wenig später vor Ort ein und konnte die flüchtende Täterschaft noch feststellen.
Die Landespolizei leitete umgehend eine Grossfahndung ein. Dabei wurde sie vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sowie von der Vorarlberger Polizei unterstützt. Im Rahmen der Fahndung errichtete die Vorarlberger Polizei unter anderem eine Sperre beim Kreisel Nofels. Kurze Zeit später näherte sich ein verdächtiges Fahrzeug der Sperre. Die Insassen wichen jedoch vor dem Kreisel in eine Seitengasse aus und setzten ihre Flucht danach zu Fuss fort. Das zurückgelassene Fahrzeug, ein schwarzer Audi mit französischen Kontrollschildern, wurde durchsucht. Darin konnten diverses Einbruchwerkzeug sowie ein Teil des mutmasslichen Diebesguts sichergestellt werden.
Die nachfolgende Grossfahndung auf beiden Seiten der Grenze, bei der auch die Drohnengruppe der Landespolizei sowie die Drohne der Vorarlberger Polizei eingesetzt wurden, verlief ohne Feststellungen. Die weiteren Ermittlungen zur Identifizierung der Täterschaft wurden aufgenommen. Im Verlauf der Nacht wurde ausserdem ein weiterer Einbruch in ein Einfamilienhaus in Hinterschellenberg gemeldet. Ob zwischen den beiden Delikten ein Zusammenhang besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Wanderer im Gebiet Oberplanken gerettet
Am Samstagabend kurz nach 19 Uhr meldete sich ein Mann bei der LNEZ und teilte mit, dass er sich im Gebiet Oberplanken/Gafadura verlaufen habe und Hilfe benötige. Daraufhin wurde eine Suchaktion gestartet. Im Einsatz standen die Liechtensteiner Bergrettung, die Rettungshunde Liechtenstein sowie die Drohnengruppe der Landespolizei. Dank des koordinierten Einsatzes der beteiligten Organisationen konnte der Wanderer nach kurzer Zeit lokalisiert und aus seiner misslichen Lage gerettet werden. Er blieb unverletzt.
Die Landespolizei betreibt seit einiger Zeit eine Drohnengruppe im Milizsystem. Gerade bei Suchaktionen im Gelände und bei schlechten Sichtverhältnissen oder während der Nacht können Drohnen wertvolle Unterstützung leisten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass sich deren Einsatz bei entsprechenden Lagen sehr bewährt hat.
Weitere Ereignisse im Kurzüberblick
Am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr wurde bei einem Geschäft in Balzers ein Einbruchalarm ausgelöst. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Wenig später wurde in Balzers ein Einbruch in eine Jagdhütte gemeldet.
In den frühen Morgenstunden des Sonntags konnte die Landespolizei in Schaan im Industriegebiet eine sich anbahnende Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Personen schlichten.
Am Samstag gegen 12.30 Uhr meldete ein Passant in Vaduz einen rauchenden Abfallkübel beim Landtagsgebäude. Die Polizei konnte den Brand umgehend löschen. Ursache war ein nicht korrekt eingehängter Innenbehälter für Zigaretten. Dadurch gelangte ein brennender Zigarettenstummel direkt in den Restmüll und entzündete diesen.
Am Freitagabend gegen 22.45 Uhr kam eine E-Bike-Lenkerin an der Landstrasse in Schaan ohne Dritteinwirkung zu Fall. Sie zog sich dabei verschiedene Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes ins Spital gebracht.
Über das gesamte Wochenende disponierte die Landesnotruf- und Einsatzzentrale insgesamt 11 Sanitätseinsätze.
Quelle der Meldung: Landespolizei Fürstentum Liechtenstein
