SZ: Kapo warnt vor lebensgefährlichem Würgespiel

SZ Warnung 24.09.2026 · 09:45
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Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor gefährlichen Würgespielen bei Kindern und Jugendlichen. Nach mehreren Vorfällen fordert sie Eltern zur Aufklärung auf.

Die Kantonspolizei Schwyz spricht eine Warnung vor sogenannten «Choking Challenges», «Blackout Challenges» beziehungsweise Würgespielen aus, welche unter Kindern sowie Jugendlichen im Umlauf sein können. Auf dem Gebiet des Kantons Schwyz sind mehrere Vorfälle bekannt. Die aktuellen Ereignisse veranlassen die Kantonspolizei Schwyz dazu, Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen auf die erheblichen Gefahren dieser «Challenges» aufmerksam zu machen. Das Würgen kann lebensgefährlich sein!

Im Rahmen der sogenannten «Choking Challenge» wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns durch Würgen oder Druck auf den Hals beeinträchtigt. In den meisten Fällen geht es darum, einen kurzen «Kick» oder eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen. Was von Jugendlichen möglicherweise als Mutprobe oder Spass eingestuft wird, kann jedoch innerhalb kürzester Zeit zu einer lebensgefährlichen Situation führen.

Durch das Würgen können wichtige Blutgefässe und die Atemwege verletzt werden. Eine Bewusstlosigkeit kann dazu führen, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass eine betroffene Person unkontrolliert stürzt und sich dabei schwer verletzt. Bleibende gesundheitliche Schäden oder im schlimmsten Fall der Tod können die Folgen sein. Die Kantonspolizei Schwyz rät deshalb dringend: Nicht mitmachen und andere nicht würgen – auch nicht zum Spass.

Empfehlungen der Polizei

Eltern und andere Bezugspersonen können wesentlich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Gefahren solcher Trends erkennen. Die Kantonspolizei Schwyz empfiehlt:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über gefährliche Challenges und Internettrends. Fragen Sie nach, welche Trends aktuell in der Klasse oder im Freundeskreis kursieren.
  • Machen Sie klar: Würgen ist kein Spiel. Auch wenn alle Beteiligten scheinbar einverstanden sind, kann die Situation ausser Kontrolle geraten.
  • Stärken Sie Ihr Kind darin, «Nein» zu sagen. Niemand muss bei einer Challenge mitmachen, um dazuzugehören.
  • Achten Sie auf Veränderungen. Verletzungen am Hals, ungewöhnliche Hämatome oder Aussagen über Würgespiele sollten ernst genommen und angesprochen werden.
  • Sprechen Sie auch darüber, was zu tun ist, wenn andere Jugendliche mitmachen. Weggehen, Hilfe holen und eine erwachsene Vertrauensperson informieren, kann Leben retten.
  • Bei einer akuten Gefahr gilt: sofort handeln und den Notruf 144 oder die Polizei über 117 alarmieren.

Hinschauen statt mitmachen

Kinder und Jugendliche begegnen auf Social Media immer wieder neuen Challenges. Nicht jede Challenge ist gefährlich, manche können jedoch erhebliche Risiken bergen. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche lernen, gefährliche Inhalte zu erkennen und sich dem Gruppendruck zu widersetzen. Die Kantonspolizei Schwyz appelliert deshalb an Kinder und Jugendliche: Lasst euch nicht zu gefährlichen Mutproben überreden. Sagt nein und schaut hin, wenn andere gefährdet werden, und holt Hilfe.

Die laufenden strafrechtlichen Abklärungen werden durch die 5. Abteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (Jugendstrafsachen) geführt.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei Schwyz

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