Basel BS: Zoll stoppt Auto mit falschem 18k-Goldschmuck
Goldschmuck-Fall in Basel: Warnung vor Strassengeschäften
Ende Juni ereignete sich in Basel ein Fall mit gefälschtem Goldschmuck; BAZG und Polizei warnen vor Strassenverkäufen und raten zu erhöhter Vorsicht. Bei Kontrollen stossen Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) regelmässig auf Personen, die scheinbar teuren Goldschmuck zu auffällig tiefen Preisen anbieten. Häufig handelt es sich dabei um wertlosen Fantasie- oder Modeschmuck. Ein solcher Vorfall ereignete sich Ende Juni in Basel.
Schmuckverkauf aus dem Fahrzeug
Am 23. Juni unterzogen BAZG-Mitarbeitende am Grenzübergang Basel-Lysbüchel ein Fahrzeug mit rumänischen Kennzeichen bei der Ausreise aus der Schweiz einer Kontrolle. Das Auto war im Vorfeld in Muttenz aufgefallen, als die beiden Insassen versuchten, Passanten direkt aus dem Wagen heraus Goldschmuck zu verkaufen. Im Fahrzeug befanden sich ein 38-jähriger rumänischer Staatsangehöriger und eine 38-jährige rumänische Frau.
Gefälschte Punzierung
Die Einsatzkräfte entdeckten bei der Zollkontrolle diverse goldfarbene Schmuckstücke. Die kontrollierten Personen gaben an, dass es sich um Mode- beziehungsweise Fantasieschmuck handle. Die Stücke wiesen jedoch die Punzierung „18k“ auf, was sie als hochwertigen Goldschmuck kennzeichnete. Nach dem Edelmetallkontrollgesetz (EMKG) müssen Edelmetallwaren wie Uhren und Schmuck neben der Angabe des tatsächlichen Feingehalts mit einer in der Schweiz registrierten Verantwortlichkeitsmarke versehen sein. Jegliche zur Täuschung geeignete Bezeichnung auf solchen Waren ist verboten. Der gefälschte Schmuck wurde deshalb zur Eidgenössischen Edelmetallkontrolle eingezogen.
Warnung der Behörden
In den vergangenen Monaten verzeichneten das BAZG, die Kantonspolizei Basel-Stadt sowie die Polizei Basel-Landschaft allein in der Region Basel mehrere vergleichbare Fälle. Dabei wird immer wieder versucht, vermeintlich wertvollen Goldschmuck zu besonders günstigen Preisen zu veräussern, während es sich in vielen Fällen um wertlosen Mode- oder Fantasieschmuck handelt.
Das BAZG und die Polizeien der beiden Basel geben daher folgende Empfehlungen ab:
- Kaufen Sie keine Wertgegenstände oder Schmuck auf der Strasse oder direkt aus Fahrzeugen.
- Lassen Sie sich nicht durch Zeitdruck oder angebliche Notlagen zu einem Kauf drängen.
- Seien Sie misstrauisch, wenn angeblich hochwertiger Schmuck zu einem ungewöhnlich tiefen Preis angeboten wird.
- Melden Sie verdächtige Verkaufssituationen umgehend der Polizei.
Aufgaben des BAZG
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gewährleistet die umfassende Sicherheit an der Grenze. Es übt Kontroll- und Schutzfunktionen aus, erhebt Abgaben sowie Zölle und trägt rund ein Drittel zu den gesamten Bundeseinnahmen bei. Durch die Bekämpfung irregulärer Migration und grenzüberschreitender Kriminalität leistet das BAZG einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Schweiz. Zudem übernimmt es Aufgaben in rund 100 nichtzollrechtlichen Bereichen, darunter Edelmetallkontrolle, Markenschutz, Artenschutz und Heilmittel. Zum Auftrag des BAZG gehört es, Transportmittel, Personen und Waren risiko- und lageabhängig zu kontrollieren.
Die Totalrevision des Zollgesetzes sowie das Digitalisierungs- und Transformationsprogramm DaziT stehen im Mittelpunkt der Weiterentwicklung des BAZG. Das Ziel ist die Etablierung effizienterer Grenzprozesse, die durch konsequente Digitalisierung, Vereinfachung und Vereinheitlichung der Abläufe erreicht werden sollen.
Quelle der Meldung: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG)
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