Neuenburg NE: Falsche Polizisten schlagen 28-mal zu

NE Zeugenaufruf 19.08.2026 · 14:13
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In der letzten Woche vom 10.08.2026 – 16.08.2026 wurden im Kanton Neuenburg drei Fälle von Telefonbetrug gemeldet. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest.

Die Vorgehensweise der Täterschaft ähnelt sich von Fall zu Fall stark. In der Regel erhält eine ältere Person einen Anruf, bei dem ihr mitgeteilt wird, dass ihr Bankkonto oder ihre Karte gehackt worden sei. Die anrufende Person, die vorgibt, von der Polizei oder einer Bank zu sein, kündigt das baldige Eintreffen einer Einsatzkraft an, die die Karte abholen werde. Letztere erscheint tatsächlich nach kurzer Zeit am Domizil des Opfers, während dieses noch immer mit der ersten Person am Telefon spricht. Ablenkung durch das andauernde Gespräch führt dazu, dass die Aufmerksamkeit nachlässt und das Opfer das betrügerische Handeln nicht erkennt.

Um der Inszenierung mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, schlägt die Täterschaft den Opfern gelegentlich vor, persönlich zu einer Polizeiwache zu gehen. Dabei wählt sie jedoch gezielt Zeitpunkte oder Umstände, die diesen Weg unmöglich machen. Zudem fordert sie die Personen auf, ihre Bankkarte in zwei Hälften zu zerschneiden, ohne dabei den Mikrochip zu beschädigen. Diese Anweisung wird als Schutzmassnahme ausgegeben, dient den Betrügerinnen und Betrügern in Wahrheit aber dazu, die Karte später wieder zusammenzufügen und zu nutzen, während das Opfer davon ausgeht, dass diese unbrauchbar gemacht wurde.

In der vergangenen Woche wurden drei neue Fälle zur Anzeige gebracht. In sämtlichen dieser Fälle konnten die mutmasslichen Täter festgenommen werden, wobei eine Person in Untersuchungshaft versetzt wurde. In den meisten geklärten Fällen führte das rasche Handeln der Opfer zur Festnahme der mutmasslichen Täterschaft: Sie verständigten die Polizei unverzüglich, teilweise noch bevor die Kurierperson an ihrer Wohnadresse eintraf.

Die Neuenburger Polizei erinnert an folgende Empfehlungen:

  • Die Polizei oder eine Bank verlangen am Telefon niemals die Übergabe oder Vernichtung einer Bankkarte oder die Angabe eines Geheimcodes.
  • Bei Zweifel sollte aufgelegt und selbst die offizielle Telefonnummer der Polizei (117) oder der eigenen Bank gewählt werden, wenn möglich über ein anderes Gerät.
  • Es dürfen niemals Bankkarten, Bargeld oder Wertsachen an eine unbekannte Person an der Haustür ausgehändigt werden, unabhängig vom genannten Grund.
  • Es wird geraten, Angehörige, insbesondere ältere Menschen, über diese Betrugsform aufzuklären.
  • Jegliche verdächtige Kontaktaufnahme sollte der Polizei unverzüglich über die Notrufnummer 117 gemeldet werden.

Die Neuenburger Polizei führt ihre Ermittlungen fort, um die verbleibenden flüchtigen Täterinnen und Täter zu identifizieren, und fordert alle Personen auf, sich zu melden, die Zeuge oder Opfer eines solchen Vorgehens wurden.

Quelle der Meldung: Neuenburger Polizei

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  Redaktion Unfallmeldungen       19 August, 2026 14:13