Pfäffikon ZH: Rentner (64) plante Mord und Entführung

ZH Breaking News 5.05.2026 · 15:34

Ende April 2026 hat die Staatsanwaltschaft Pfäffikon Anklage gegen einen 64-jährigen Schweizer erhoben, der 2025 einen Gemeindemitarbeiter bewaffnet entführen und töten wollte.

Ende April 2026 hat die Zürcher Staatsanwaltschaft beim Bezirksgericht Pfäffikon Anklage erhoben. Die Vorwürfe lauten auf Freiheitsberaubung und Entführung, Vergehen gegen das Waffengesetz, strafbare Vorbereitungshandlungen zu Mord sowie weitere Delikte. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, einen Gemeindemitarbeiter unter Einsatz von Waffengewalt entführen gewollt und Vorkehrungen zu dessen Tötung getroffen zu haben.

Der Vorfall im März 2025
Anfang März 2025 wurde in Pfäffikon ein 27-jähriger Gemeindemitarbeiter von einer zunächst unbekannten Person unter Vorhalt einer geladenen Waffe gezwungen, in ein Auto einzusteigen. Intensive Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich und der Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltkriminalität führten einige Tage später zur Festnahme des tatverdächtigen 64-jährigen Schweizers. Nach Abschluss des Strafverfahrens wurde die Anklage vor wenigen Tagen beim Bezirksgericht Pfäffikon eingereicht.

Hintergründe und Drohungen
Gemäss der Anklage geriet der Beschuldigte ab etwa 2020 in Konflikte mit verschiedenen Ämtern, wozu auch das für seinen Wohnort zuständige Betreibungsamt gehörte. Am 13. Februar 2025 soll er einen Gemeindemitarbeiter nach dessen Feierabend an seinem Arbeitsort abgepasst, ihn unter Vorhalt einer geladenen Waffe zum Einstieg in ein Auto gezwungen und mit dem Tod bedroht haben. Nach einer kurzen Fahrt gelang dem Opfer die Flucht.

Die Anklage legt dem Beschuldigten zur Last, die Entführung nicht nur im Voraus gezielt geplant, sondern auch konkrete und planmässige Vorkehrungen zur Tötung des Opfers getroffen zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass der Mann auch für zwei anonyme Drohschreiben verantwortlich sein dürfte, die im Jahr 2023 bei seiner Wohngemeinde eingingen.

Forderung der Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten Freiheitsberaubung und Entführung, Verstösse gegen das Waffengesetz, strafbare Vorbereitungshandlungen zu Mord sowie weitere Delikte vor. Für den teilweise geständigen Mann wird eine mehrjährige, unbedingte Freiheitsstrafe gefordert.

Mit der Erhebung der Anklage sind sowohl die Verfahrens- als auch die Kommunikationshoheit an das zuständige Gericht übergegangen. Über den Inhalt dieser Medienmitteilung hinaus kann die Staatsanwaltschaft keine weiteren Informationen bekannt geben. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle der Meldung: Oberstaatsanwaltschaft ZH

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  Redaktion Unfallmeldungen       5 Mai, 2026 15:34