Update zu diesem Vorfall — ursprüngliche Meldung: hier.
Am Samstagmittag (29.08.2026) verhinderte die Kantonspolizei Basel-Stadt eine unbewilligte Demonstration auf dem Theaterplatz und kontrollierte 174 Personen. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat eine unter dem Titel «Death to Zionism» angekündigte Demonstration verhindert. Insgesamt wurden 174 Personen einer Personenkontrolle unterzogen und mit einem Platzverweis belegt.
Keine Bewilligung vorliegend
Eine anonyme Gruppierung hatte für Samstag, 29. August 2026, um 14.00 Uhr mit Slogans wie «Tod dem Zionismus» und ähnlichen Parolen zu einer Kundgebung auf dem Theaterplatz aufgerufen. Ein Bewilligungsgesuch traf bis zuletzt nicht ein. Die Kantonspolizei hatte die Demonstration bereits im Vorfeld als nicht bewilligungsfähig sowie nicht grundrechtskonform eingestuft, wie aus einer Medienmitteilung vom 25. August 2026 hervorgeht. Das Ziel der Polizei bestand dementsprechend darin, einen Demonstrationszug durch die Innenstadt zu verhindern und Gewaltaufrufe gegen die jüdische Gemeinschaft zu unterbinden.
Polizei setzt Kern der Demonstration fest
Nachdem sich rund 300 Personen auf dem Theaterplatz eingefunden hatten, versuchte die Kantonspolizei über ein Dialogteam Kontakt mit den Anwesenden aufzunehmen. Dies wurde von den Demonstranten jedoch abgelehnt. Daraufhin erfolgte eine polizeiliche Durchsage, wonach ausschliesslich eine absolut friedliche Standkundgebung geduldet würde. In der Folge vermummten sich diverse Demonstranten, und die Polizei stellte gefährliches Demonstrationsmaterial fest. Weil die Demonstranten Vorbereitungshandlungen für einen Demozug trafen und weiterhin konsequent jedes Gespräch verweigerten, setzte die Polizei den Kern der Demonstration fest, um einen Marsch zu verhindern. Den festgesetzten Personen wurde ein begleiteter Zugang zu sanitären Anlagen gewährt; zudem lieferte die Polizei Wasser und Getränke in die polizeiliche Sperrzone.
Pfefferspray-Einsatz am Rande der Polizeikette
Am Rande einer Polizeikette wurde Pfefferspray eingesetzt: Eine Demonstrantin hatte sich den polizeilichen Anweisungen mehrfach widersetzt und einen Polizisten körperlich angegangen. Abgesehen davon setzte die Polizei keine Einsatzmittel ein.
Sichergestellte Gegenstände und Festnahme
Im Rahmen der anschliessenden Personenkontrolle wurden 174 Personen kontrolliert und mit einem Platzverweis belegt. Bei den Kontrollen wurden ein Schlagstock, diverse Schutzbrillen, Vermummungsmaterial sowie Propaganda-Material mit Hamas-Symbolik sichergestellt. Eine Person wurde festgenommen, da sie aufgrund eines Delikts ohne Bezug zur Demonstration zur Umwandlungshaft ausgeschrieben war. Zwei Jugendliche verblieben vor Ort in polizeilicher Obhut, bis sie von ihren Eltern abgeholt werden konnten. Zudem wird die Kantonspolizei mindestens vier Personen wegen Hinderung einer Amtshandlung verzeigen.
Stundenlange Strassensperrung
Für die Dauer des Einsatzes waren der Steinenberg und der Verzweigungsbereich der Theaterstrasse während rund acht Stunden gesperrt. Dies war zur Gewährleistung der Sicherheit des Einsatzes nötig. Die Kantonspolizei bedauert diese Störung und dankt der Bevölkerung für das Verständnis.
Unterstützt wurde die Kantonspolizei Basel-Stadt durch die Kantonspolizei Aargau und die Kantonspolizei Bern.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Basel-Stadt
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