Sarnen OW: Betrug beim Goldankauf: Polizei verzeigt Duo (21)

OW Warnung 17.09.2026 · 02:03
Auf der Unfallkarte live ansehen ›

Vom 05.09.2026 bis 07.09.2026 kam es in Sarnen zu Betrügereien beim Goldankauf. Zwei deutsche Staatsangehörige wurden verzeigt.

Im Zeitraum vom 5. bis 7. September 2026 boten Ankäufer von Gold in Sarnen ihre Dienste an. Bei Überprüfungen durch die Kantonspolizei Obwalden zeigten sich Hinweise auf ein betrügerisches Vorgehen. Die Polizei nahm im Nachgang weitere Ermittlungen und Abklärungen vor.

Es stellte sich heraus, dass die Goldankäufer ihren gesetzlichen Pflichten zur Dokumentation stellenweise nicht nachkamen. Ausserdem erwarben die Ankäufer Wertgegenstände zu erheblich zu tiefen Preisen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer gingen im guten Glauben davon aus, einen angemessenen Preis zu erhalten. Zudem wurden ausgestellte Belege stellenweise im Nachhinein gefälscht.

Gegen zwei 33 und 21 Jahre alte deutsche Staatsbürger ohne Wohnsitz in der Schweiz ist ein Strafverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Verstössen gegen das Edelmetallgesetz. Im Rahmen der Ermittlungen beschlagnahmte die Polizei verschiedene Gegenstände und Vermögenswerte.

Tipps für einen sicheren Gold- und Schmuckverkauf

Wer beabsichtigt, Gold, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände zu verkaufen, sollte sich im Voraus über deren ungefähren Wert informieren. Angaben zu Gewicht, Prägungen, früheren Kaufpreisen oder vorliegende Kaufbelege dienen dabei als Hilfe. Bevor eigene Angaben gemacht werden, sollte man sich Gewicht und Materialwert vom Ankäufer nennen lassen.

Es wird geraten, die Objekte vor dem Verkauf zu dokumentieren oder zu fotografieren sowie eine vollständig ausgefüllte, detaillierte Quittung einzufordern. Das Wiegen sollte beobachtet und die angewendete Prüfmethode erklärt werden.

Verkäufer sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, sich Zeit nehmen und verschiedene Angebote vergleichen. Im Falle von Schmuck mit Edelsteinen ist zudem deren allfälliger Wert zu berücksichtigen. Älteren oder unsicheren Personen wird empfohlen, eine Vertrauensperson beizuziehen. Ausserdem empfiehlt es sich, mehrere Angebote einzuholen und ebenso vor Ort ansässige Juweliere oder Goldschmiede zu berücksichtigen.

Sofern etwas verdächtig erscheint oder Zweifel an der Vorgehensweise des Ankäufers bestehen, ist die Polizei über die Notrufnummer 117 zu verständigen.

Quelle der Meldung: Kantonspolizei Obwalden

Einordnung

Polizeimeldungen direkt aufs Handy WhatsApp-Kanal folgen
  Redaktion Unfallmeldungen       17 September, 2026 02:03