Die Genfer Kantonspolizei mahnt zu mehr Vorsicht bei der sanften Mobilität: Sehen, gesehen werden und respektieren sorgen für Sicherheit.
In Genf gewinnt die Fortbewegung zu Fuss, mit dem Velo oder dem Trottinett – mit oder ohne Elektroantrieb – zunehmend an Beliebtheit, auch auf gemeinsam genutzten Flächen wie den grünen Wegen («Voies vertes»), welche zu den Stosszeiten stark frequentiert sind. Bei diesem Miteinander hängt die Sicherheit aller vom Verhalten jedes Einzelnen ab. Drei Grundregeln reichen für das Wesentliche aus: sehen, gesehen werden, respektieren. Die Kantonspolizei nimmt die Kontrolle der E-Mobilität zum Anlass und erinnert am 27. August 2026 daran, wie diese Regeln in der Praxis umgesetzt werden.
Sehen: vorausschauen, um Gefahren zu vermeiden
- Reduzieren Sie die Geschwindigkeit vor Kreuzungen und Einmündungen, da sich dort viele Unfälle ereignen.
- Schätzen Sie die Bewegungen anderer im Voraus ein: Fussgänger, Kinder oder Fahrzeuge können plötzlich auftauchen oder ihre Richtung ändern.
- Achten Sie in der Nähe von Bussen, Lastwagen oder rangierenden Fahrzeugen auf den toten Winkel.
- Legen Sie Ihr Telefon und Ihre Kopfhörer weg, denn Ihre Aufmerksamkeit ist der beste Schutz.
Mehr erfahren: Velo- oder E-Bike-Fahren | bfu
Gesehen werden: Sich unter allen Umständen sichtbar machen
- Schalten Sie das Licht sowohl auf dem Velo als auch auf dem Trottinett ein, auch tagsüber. Sichtbarkeit verringert das Unfallrisiko deutlich.
- Tragen Sie helle Kleidung sowie reflektierende Elemente, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen.
- Tragen Sie auf dem Velo oder Trottinett einen Helm, da dieser das Risiko schwerer Verletzungen erheblich senkt. Bei fahrzeugähnlichen Geräten wie Inlineskates oder Skateboards sollte auch an Handgelenk-, Ellenbogen- und Knieschützer gedacht werden.
- Prüfen Sie vor der Fahrt Ihre Bremsen sowie die Beleuchtung und stellen Sie sicher, dass jüngere Personen ein Gerät nutzen, das ihrem Alter und ihrer Grösse entspricht.
Mehr erfahren: Velofahren in der Schweiz | ch.ch
Respektieren: Den Raum mit anderen teilen
- Auf grünen Wegen und in Fussgängerzonen haben Fussgänger Vortritt: Fahren Sie langsamer und gewähren Sie ihnen den Vortritt.
- Fahren Sie am richtigen Ort, egal ob mit dem Velo oder dem Trottinett: auf Velowegen, Velostreifen oder der Fahrbahn, jedoch nie auf dem Trottoir.
- Mit einem fahrzeugähnlichen Gerät (Inlineskates, Skateboard usw.) dürfen Trottoirs und Fussgängerzonen benützt werden, sofern die Geschwindigkeit angepasst wird und Fussgängern der Vortritt gelassen wird.
- Passen Sie Ihre Geschwindigkeit dem Verkehrsaufkommen an, insbesondere während der Stosszeiten.
- Lenkerinnen und Lenker von Autos: Rechnen Sie mit Velos und Trottinetts, halten Sie beim Überholen ausreichend Abstand und prüfen Sie Ihre toten Winkel.
Mehr erfahren: Voie verte: Appell zur Einhaltung der Regeln | ge.ch
Was die Kantonspolizei tut
Die Kantonspolizei beschränkt sich nicht nur auf die Information. In Zusammenarbeit mit den Gemeindepolizeien ist sie vor Ort präsent und achtet auf die Einhaltung der Regeln. Das Befahren eines Trottoirs – ob mit dem Velo oder dem Trottinett –, das Fahren ohne Licht oder mit nicht angepasster Geschwindigkeit kann zu einer Busse führen. Das Gleiche gilt für die Nutzung eines nicht zugelassenen Geräts, das auf öffentlichen Strassen verboten ist, oder eines Fahrzeugs ohne das erforderliche Kontrollschild, wie bei einem schnellen E-Bike. Diese Kontrollen verfolgen ein klares Ziel: den Schutz aller Verkehrsteilnehmenden, angefangen bei den schwächsten.
Zusammenfassend
In der sanften Mobilität wird Sicherheit gemeinsam gestaltet. Drei Reflexe reichen aus, um den Unterschied zu machen: sehen, gesehen werden, respektieren. Indem alle diese verinnerlichen, tragen sie zu sichereren Wegen für alle bei.
Quelle der Meldung: Kantonspolizei Genf
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