Hinweis: Keine offizielle Polizeiseite – wir berichten über geprüfte Meldungen von Polizei und Rettungsdiensten
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Hinweis: Keine offizielle Polizeiseite – wir berichten über geprüfte Meldungen von Polizei und Rettungsdiensten

Zürich ZH: 11 Todesfälle – Spezialteam ermittelt gegen USZ

Am 05.05.2026 hat die Staatsanwaltschaft Zürich ein spezialisiertes Team eingesetzt, um Todesfälle und Medizinprodukte-Einsätze an der Herzchirurgie USZ strafrechtlich zu prüfen. Ein Untersuchungsteam aus vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälten mit Expertise in Medizinalstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Beamtendelikten arbeitet derzeit daran, die Vorkommnisse an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsspitals (USZ) strafrechtlich aufzuarbeiten.

Am 5. Mai 2026 stellte der Spitalrat des Universitätsspitals Zürich (USZ) den Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission UK 16/20 zu den Vorkommnissen im Zeitraum von 2016 bis 2020 vor. Zudem entschied der Spitalrat, bei 11 von der Kommission überprüften Todesfällen sowie 13 Einsätzen von Medizinprodukten Anzeige oder Meldung bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. Gestützt auf eine erste Analyse des Berichts sowie der eingegangenen Anzeigen und Meldungen wurde das Team der Oberstaatsanwaltschaft Kanton Zürich zur strafrechtlichen Aufarbeitung zusammengestellt.

Ganzheitliche Beurteilung sämtlicher Fragestellungen

Vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus den drei kantonalen Staatsanwaltschaften übernehmen die Verantwortung, wobei sie auf Deliktsarten wie Medizinalstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Beamtendelikte spezialisiert sind. Sie werden dabei durch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Kanton Zürich sowie durch Ermittlerinnen und Ermittler der Kantonspolizei Zürich unterstützt, die sowohl juristisch als auch administrativ agieren.

Das Team vereint umfassende Expertise in den genannten Bereichen und in der Steuerung komplexer Verfahren. Dadurch kann sichergestellt werden, dass sämtliche fachlichen Fragestellungen ganzheitlich beurteilt werden. Bei Bedarf wird das Untersuchungsteam erweitert, um zusätzliche Fachkompetenzen und ausreichende Ressourcen bereitzustellen.

Im Rahmen der vom Spitalrat in Auftrag gegebenen Administrativuntersuchung sind bislang 3 Strafanzeigen wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige (schwere) Körperverletzung sowie Urkundenfälschung eingegangen – ergänzt durch 11 Meldungen wegen mutmasslich unangemessenem Einsatz von Medizinprodukten.

Prüfung von Untersuchungsbericht, Anzeigen und Meldungen

Derzeit werden sowohl die eingegangenen Anzeigen, die sich gegen Unbekannt richten, als auch die Meldungen einer intensiven Prüfung unterzogen. Ergänzend wird der Bericht der Untersuchungskommission sorgfältig analysiert, sodass die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die weitere Bearbeitung einfliessen können. Aufgrund der Komplexität der Materie wird die strafrechtliche Aufarbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen, während gleichzeitig geklärt werden muss, ob hinreichend konkrete Hinweise auf Straftaten vorliegen und gegen wen im Einzelfall sich allfällige Vorwürfe richten.

Quelle der Meldung: Oberstaatsanwaltschaft ZH

  Redaktion Polizei-Schweiz       19 Mai, 2026 13:32